Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Flüchtlinge und Fluchlinge (bzw.: Kevin und Alpha-Kevin)

Nein, so wahnsinnig bin ich nicht, dass ich mit obiger doofer Überschrift versuche, an einer Debatte teilzunehmen, die sich bereits mit einfachen Antworten auf schwierige Fragen ausgezeichnet hat.

Trotzdem ist es mir klar, dass mein Schlagwort „Flüchtlinge und Fluchlinge“ geradezu vorbestimmt (zeitgenössisch: „vorprogrammiert“) wäre, als Slogan missbraucht zu werden. Notabene: „Slogan“ stammt aus dem Keltischen und bedeutet „Schlachtschrei“.

Doch keine neuen Schlagworte von mir. Mein Thema ist das Schlagwort selbst.

Hui-Pfui fürs Weh-Weh-Weh

Nein, obige Überschrift ist kein Chinesisch. Heute nehmen wir das Internet unter die Lupe, und zwar wie das im Netz üblich ist: durch eine Bewertung.

Jeder weiß, wie das geht. Man kauft sich einen Fotoapparat oder einen Staubsauger und gibt dann seine Meinung ab. Das kann man verschieden bewerkstelligen – durch einen langen oder kurzen Text, durch Sternchen – oder indem man eine Liste mit Plus- und Minuspunkten aufstellt. Letzterer Form werde ich folgen.

He, Sprachbloggeur, warum gibt es so viele Sprachen auf der Welt?

Ich saß in dem „49igen“ (Straßenbahn, versteht sich) , der von Hütteldorf über die Märzstraße zur Wiener Ringstraße fährt, und schaute seelenruhig aus der Fensterscheibe auf die hübschen Gassen.

Achtung! Ist jemandem im obigen Satz ein Fehler aufgefallen? Ja, natürlich. Wieso schreibt der Sprachbloggeur „in dem 49igen“, wenn es „in der 49igen“ heißen muss?

Nicht in Wien. Dort ist die 49ige tatsächlich der 49ige.
Und zwar deshalb, weil die Wiener an „Wagen“ und nicht an „Straßenbahn“ denken, wenn sie von ihren Öffis“ reden.

Gesucht: pfiffige Wortschöpfer um evtl. Euro-Abgängen Namen zu schenken

Manche haben Glück. Zum Beispiel der Nationalökonom Ebrahim Rahbari. 2011 hat er ein Wort geprägt, das nun in aller Munde ist: „Grexit“.

Ein lustiger Begriff, der aus zwei miteinander fusionierten Wörtern, „Greek“ + „exit“ = „Grexit“, besteht. Sprachforscher bezeichnen eine solche Formulierung als „Kofferwort“. Auf Englisch heißt es „portmanteau“ – als würden zwei Wörter in einem einzigen Mantel verhüllt werden. Andere Beispiele sind „smog“ („smoke“ plus „fog“), „Bollywood“ („Bombay“ plus „Hollywood“), „Denglisch“ usw.

Achtung! Neue Redewendung im Anlauf: das„Angähnen“!

Ich gehe davon aus, dass Fritz Grob vom Schweizer Regensdorf diese Glosse nie zu Augen bekommen wird. Aber wer weiß?

Ebenso möglich ist, dass er seine Rolle als Sprachschöpfer niemals wahrnehmen wird. Auch das kann ich aber nicht wissen.

Wer ist Fritz Grob? Und was hat ihm Deutsch Sprechende zu verdanken?
Zufällig stieß ich in der Schweizer „Weltwoche“ (Nr. 25.15) auf einen Leserbrief, den besagter F.G. zum Thema „Fifa“ eingeschickt hatte.

Wie schreibt man einen Bestseller? Oder: Die älteste Geschichte der Welt

Haben Sie Lust, ein spannendes Buch oder Drehbuch zu schreiben, das das Zeug zum Bestseller oder Blockbuster hat? Dann sind Sie hier richtig. Heute erfahren Sie das Wichtigste zum Thema – kostenlos und compliments of the Sprachbloggeur.

Zuerst aber eine kurze Anekdote über einen Film, den ich, als ich vor vielen Jahren noch ein Frischling in Deutschland war, kennengelernte.

Eine kurze Grammatik der Pornographie

Vielleicht haben Sie sich verirrt und lesen diese Zeilen, weil Sie sich etwas Anderes erhofft haben als das, was ich anzubieten vorhabe.

Ihnen, liebe Verirrte, drücke ich, falls ich Sie unabsichtlich in die Irre geführt habe, mein aufrichtiges Bedauern aus. Hier finden Sie weder anzügliche Bilder noch Worte, deren Ziel es ist, gewisse Fantasien anzuheizen.

Im Gegenteil. Hier bekommen Sie genau das, was im Titel versprochen wird: eine Grammatik – oder zumindest die Einleitung zu einer solchen Grammatik. What you see is what you get.

Das Nasher Sculpture Center – Heute buchen, morgen besuchen!

Original oder Übersetzung? Welcher ist Ihnen lieber, liebe Kulturkonsumenten?

Nie hätte ich gedacht, dass ich eine solche Frage stellen würde. Doch dann erhielt ich liebenswürdigerweise eine Einladung zu einem Konzert am Nasher.

Ein bisschen Hintergrund:

Tag der deutschen Sprache – Feiern Sie mit!

He! Deutsche Muttersprachler! Heute feiere ich Ihre Sprache. Ja, Ihre nicht meine Sprache. Wissen Sie: Es ist einerlei, wie viele Jahrzehnte ich bei Ihnen Weile. Deutsch wird nie meine Sprache werden.

Man ist stets nur das, was die eigene Mutter mit einem spricht.

Mann-Talk - Frau-Talk: Die Halbierung der Butterbreze

Mann: ( Er liest in der Zeitung – oder wenn er jünger ist am Tablet)

Frau: Wie sind deren Butterbrezen?

Mann: (liest weiter, dann…) Wie?

Frau: Sind da die Butterbrezen in Ordnung?

Mann: Welche Butterbrezen? Meinst du, die von der Bäckerei?

Frau: Ja, die.

Mann: Ja, die sind in Ordnung. Wolltest du eine kaufen?

Frau: Wenn ja, dann lieber zwei.

Mann: Hattest du nicht deine Brotzeit schon gestern Abend vorbereitet?

Seiten

Subscribe to Der Sprachbloggeur RSS