Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Tag der deutschen Sprache – Feiern Sie mit!

He! Deutsche Muttersprachler! Heute feiere ich Ihre Sprache. Ja, Ihre nicht meine Sprache. Wissen Sie: Es ist einerlei, wie viele Jahrzehnte ich bei Ihnen Weile. Deutsch wird nie meine Sprache werden.

Man ist stets nur das, was die eigene Mutter mit einem spricht.

Mann-Talk - Frau-Talk: Die Halbierung der Butterbreze

Mann: ( Er liest in der Zeitung – oder wenn er jünger ist am Tablet)

Frau: Wie sind deren Butterbrezen?

Mann: (liest weiter, dann…) Wie?

Frau: Sind da die Butterbrezen in Ordnung?

Mann: Welche Butterbrezen? Meinst du, die von der Bäckerei?

Frau: Ja, die.

Mann: Ja, die sind in Ordnung. Wolltest du eine kaufen?

Frau: Wenn ja, dann lieber zwei.

Mann: Hattest du nicht deine Brotzeit schon gestern Abend vorbereitet?

Achtung: Schlechtes Benehmen kann gesundheitsschädigend werden

Sind auch Sie manchmal so überempfindlich wie ich? Falls nicht, hab ich den folgenden Text für Sie geschrieben.

Es geht um die Benimmregeln.

Wissen Sie, was geschehen kann, wenn einer die Benimmregeln missachtet? Es kann nämlich passieren, dass ein Missachteter deshalb die Hoffnung verliert. Leser von Dantes Göttlichen Komödie wissen, was dies für Folgen hat. Denn auf dem Tor zur Hölle, steht geschrieben, so Dante, der Spruch: „Lasst alle Hoffnung zurück, ihr, die eintreten.“

Will sagen: Die Hoffnung zu verlieren ist gleichsam ein Aufenthalt in der Hölle.

Sprachproblem Homo-Ehe: Darf ich meinen Mann/meine Frau vorstellen?

Fangen wir mit einer neuen englischsprachigen Vokabel an, deren Gebrauch gute Englischkenntnisse bescheinigen wird.

Ich selbst habe sie erst letzte Woche zur Kenntnis genommen. Sie lautet: „mansplaining“.

Es handelt sich um ein „Portmanteau“, d.h. ein Wort, das aus zwei bereits existierenden Begriffen formiert wird – wie das englische „smog“, aus „smoke“ und „fog“. Oder „Blog“ (nur Zufall, dass sich diese Wörter reimen), dass 1999 aus „web“ und „log“ (wie „Logbuch“) entstanden ist.

E-Bücher: Der Leser als Sklave?

Und? Wie stehen Sie jetzt zum E-Buch? Denken Sie etwa: Die Bäume sollen leben – Bücher ade? Oder ist auch bei Ihnen eine Ernüchterungsphase eingetreten?

Ich, zum Beispiel, habe inzwischen viele Einzelwerke und unzählige Gesamtwerke der Weltliteratur auf meinem längst veralteten Lesergerät gehamstert. Unwichtig die Marke oder das Format. Alle irgendwie ähnlich, ob Kindle, Tolino, Sony, Kobo; ob Epub oder Mobi.

Wann darf ich das engl. Wort „f**k“ verwenden?

Zum Anfang ein bisschen Autobiographie. Ich war 19 Jahre alt, Student der Altphilologie. Mein Lieblingsdichter aus der römischen Literatur hieß Catull. Insbesondere liebte ich seine Derbheit, zumal ich dabei war, die eigene zu entdecken. Catulls Lyrik brachte mir beinahe jede Schweinerei der lateinischen Sprache bei, und bald fühlte ich mich, jungen Lyriker, inspiriert eigenes zu produzieren...

Achtung Erde! Hier sprechen die Außerirdischen

Menschen der Erde. Seien Sie herzlich gegrüßt. Wir haben Ihre Botschaften empfangen und sind jetzt auf den Weg zu Ihnen. Wenn ich mich richtig entsinne, messen Sie große Entfernungen nach „Lichtjahren“.

Als ich das erste Mal von diesem Begriff erfuhr, war ich, um ehrlich zu sein, ein bisschen verblüfft. „Lichtjahre“?, dachte ich. Was meinen die damit? Für uns klingt dieses Wort überaus poetisch. Ich wäre nie auf die Idee gekommen, Licht als Zeitmaß zu verwenden. Ist aber hübsch.

Wie sagt man Justin Bieber und James Blunt auf Bayerisch?

1.: Der Derbleckte

„Haben Sie heute das über Justin Bieber gelesen?“ fragte ich Frau M. im Paradies. Ja, es ist Frühling, und es gibt wieder Erdbeeren in meinem Lieblingsobst- und Gemüseladen. Winter und Rosenkohl ade!

„Nein, Herr Sprachbloggeur, ich bin, um ehrlich zu sein, nicht besonders interessiert an Justin Bieber. Der hat zu viele Tätowierungen für meinen Geschmack. Allmählich sieht er aus wie eine Litfaßsäule…Und was hätte ich über Justin Bieber lesen sollen?“

Was ist das? (und andere alte Sachen)

„Weißt du, wie man ‚Dachluke‘ auf Französisch sagt?“, fragt mein Sohn.

„Nein, keine Ahnung.“

„Was-is-dass“.

„Was ist was?“

„Nein, kein Witz. So heißt es auf Französisch. Ich kann dir aber nicht sagen, wie man es schreibt.“

Klar, dass ein Sprachbloggeur, wenn man ihm so ein Köder vor der Nase hält, der Sache auf den Grund gehen will. Prompt tippe ich im Suchkasten meines Rechners: „Dachluke französisch“ und bekomme reichlich Antwort.

Brief von dem Mars

Ob einer diesen Brief entdecken wird? Wer weiß? Alles ist möglich. Und wenn ich gerade von dem, was möglich ist, spreche: Was klingt wohl unmöglicher als die Tatsache, dass ich ihn hier auf dem Mars schreibe? Genauer gesagt, hier am Stützpunkt „Little Jerusalem“, einem Namen, der eigentlich unserer Glaubensvielfalt huldigen sollte und der durch unsere gemeinsame Sprache, das Englisch ausgedrückt wird.

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