Sie befinden sich im kleinen Wortladen des Sprachbloggeurs. Klein aber längst ein Geheimtipp. Man nimmt die Reise in diesen abgelegenen Vorort der Stadt WehWehWeh gerne auf sich. Beim Sprachbloggeur kann man nie wissen, was es zu finden gibt. Denn hier biete ich ein buntes Allerlei. Es hängen zwar noch immer keine Bilder in meinem Laden. Brauche ich sie aber? Vielleicht später mal. Meine Archive aus früherer Zeit habe ich übrigens schon längst "importiert". Nur: Ich weiß nicht, wie ich sie sichtbar mache. HTML spreche ich noch immer viel zu stumperhaft. Vielleicht lerne ich diese Sprache noch. Seien Sie herzlich gegrüßt, lieber Gast: Be it ever so humble, there's no place like home. Ihr Sprachbloggeur, PJ Blumenthal: DEM WORT AUF DER SPUR

Jetzt wird’s irgendwie ernst

Wissen Sie, was der Unterschied ist zwischen einer Komödie und einer Tragödie?

Die Antwort ist eigentlich ganz easy. Eine Komödie ist eine düstere Geschichte, die gut ausgeht. Zum Beispiel Dantes „Göttliche Komödie“. Der Erzähler beginnt seine Reise in der Hölle, wo alle in Pech, Scheiße und im ewigen Eis völlig ohne Hoffnung ausharren. Am Schluss führt er uns Leser ins Paradies. Ende gut, also, alles gut.

Gedanken über DAS „Schmähgedicht“ (Nein! Nicht schon wieder!)

Ja, auch der Sprachbloggeur will sich die Finger an dieser heißen Sudelstelle verbrennen. Naja, nicht wirklich. Ich trage heute meine ofen-und-odelfesten Handschuhe.

Eine Sache bei dieser „Schmähgedichtaffäre“ macht mich besonders konfus. Bitte, liebe juristisch Versierte: Hab ich es nur geträumt, oder sind in Deutschland doch mit saftigen Geldstrafen zu rechnen, wenn jemand im Straßenverkehr ungeduldig wird und beim Überholen eines langsamen Fahrenden, diesen den „Vogel“ zeigt?

Muttersprachler haben recht (auch wenn sie unrecht haben)

Ich war fest überzeugt, dass ich „Spiegel-Online“ bei einem Deutschfehler ertappt hatte. Mei, war ich stolz. Besagte Textstelle, eine Überschrift, lautete: „VW Vorstände bestehen auf hohen Bonuszahlungen“.

Ha! Gotcha! (got you) dachte ich. Es müsste eigentlich „auf hohe Bonuszahlungen“ heißen. Wie ein triumphierender Kreuzzügler marschierte ich nun, um etwas Brokkoli, Zucchini und Schwammerln zu kaufen, ins Paradies. Ich glaube, die guten Erdbeeren kamen auch auf die Theke.

Wo es lang geht (wo es kurz geht)

Sorry. Hier kein aufgebrachtes Entsetzen über die „Panama Papers“. Nicht bei mir. Falls Sie so etwas suchen, finden Sie alles, was Ihnen diesbezüglich eine Freude macht, bei den Kollegen der diversen Nachrichtenseiten.

Dieser Cyberschuster bleibt bei seinen digitalen Leisten. Heute möchte ich viel lieber über die deutsche Sprache lästern – wie gewohnt vom Standpunkt des Migrantlers.

Idiomatisches Töten

Wie bezeichnet man es in der öffentlichen Sprache, wenn ein Terrorist (bzw. ein Lieblingsfeind) getötet wird?

Ich meine einen richtig bösen Terroristen (oder Lieblingsfeind), für den niemand großes Mitgefühl übrig hat: einen „Dschihadi John“, z.B., oder einen Abd al-Rachman Mustafa al-Qaduli, der als Finanzminister „second in command“ für den IS war und jüngst durch amerikanische Bomben…ähm…totgemacht wurde.

Flüchtlings-ABC

Lieber Flüchtling, liebe Flüchtlingin,

wie Sie sicherlich schon bemerkt haben, ist in Deutschland die geschlechtliche Gleichstellung ziemlich weit fortgeschritten. (Ich hätte Sie übrigens auch mit „liebe FlüchtlingInnen“ ansprechen können. Dies nur nebenbei).

„Newsweek“ und das Boko-Haram-Chaos

Zuerst etwas Hintergrund…

Vor einigen Jahren hatte ich „Newsweek“ abonniert. Damals gab es eine Abo-Aktion, und ich dachte: Warum nicht? Für das wenig Geld, kann ich’s riskieren, zumal ich jede Zeit kündigen kann, falls ich es mir mal anders überlege.

Warum ich heute Hochdeutsch spreche

Sonntag war Tag der Muttersprache, und die Münchener Boulevardzeitungen haben viel Tamtam gemacht.

(Nebenbei: Man nennt solche „Feiertage“ in den USA „Hallmark Holidays“. Hallmark ist der größte Hersteller von Gluckwunschkarten.

Warum ich Theodor-Wolff-Preisträger nicht werden darf

Schlechte Nachricht, treue Leser, Leserinnen.

Dieses Jahr darf der Sprachbloggeur mit keinem Theodor Wolff Preis ausgezeichnet werden. Schade. Ich war nämlich sicher, dass meine Chancen nicht schlecht stünden.

Ein Zitat aus den Wettbewerbsinformationen:

„Hierfür eignen sich besonders die klassischen journalistischen Stilformen - Hintergrundbericht, Reportage, Feature, Kommentar, Glosse und Leitartikel.“

Klingt wie der Sprachbloggeur, nicht wahr?

Die „geistigen Brandstifter“: endlich beleuchtet

Ein schönes Bild „geistige Brandstifter“, nicht wahr?

Man denkt an jemanden, der kraft seiner Gedanken, eine Struktur (welche auch immer) wie durch einen feurigen Angriff zerstören will oder kann.

In jüngster Zeit stoße ich des Öfteren in den Medien auf diesen Begriff. Meistens freilich in einem politischen Zusammenhang. Was sonst?

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