Die Bonzen, die BWLer und die Banker haben das Feld geräumt. Sie kauern unterm Tisch und zählen, ihre Euros. Ihr einziges und letztes Vergnügen. Soll ich den Vertrag am Fitnessklub kündigen? Ausgaben runter! Natürlich Business Class fliegen, aber bittschön seltener. Solche Floskel hört man von unterm Tisch.
Psst. Sie schlafen jetzt, sie schlafen den tiefen Schlaf der Ahnungslosen. Nun ist die Zeit, liebe Superhelden, um in Aktion zu treten. Nachts schleichen sie in die Chefetagen, und während die Chefs noch immer tief schlafen, stellen die Superhelden ein. Keine Sorge. Die Chefs hören nichts. Sie schlafen den Schlaf der Ahnungslosen. Auf geht's, Superhelden. Ausgaben rauf! Lasst die Lohntüten völler werden . Man kauft wieder ein. Die Produktion steigt. Die Werbung nimmt zu. Aber wo sind die Bonzen und die BWLer? Sie schlafen noch fest.
Es vergehen Jahre , und nun schlagen die Schlafenden die Augen auf, als wäre es nur eine Nacht gewesen. Was ist? Es ist wie Weihnachten. Haben wir was verpasst? Ja, mein Lieber, vielleicht muss ich den Vertrag am Fitnessklub doch nicht kündigen.
Verrückt sein ist für manche ein Schicksal. Ich rede nicht von den brillierenden Verrückten, sondern von Menschen, die nicht richtig ticken. Zum Beispiel dem Mann, dem ich vorhin auf der Straße begegnet bin. Er führte Selbstgespräche, ist an mir vorbeigegangen, fuhr mit seinen Selbstgesprächen fort, drehte sich gelegentlich um, wohl neugierig ob ich ihn mit den Augen verfolge. Ich machte mich unsichtbar. Kein Interesse an eine Konfrontation. Nun überquerte er ganz plötzlich die Straße. Wollte er mir ausweichen? Wer hatte Angst vor wem? Auf der anderen Straßenseite angelangt, sprach er eine Frau an. Er laberte sie unentwegt an. Sie stand da und hörte zu. Hatte sie Angst? Vielleicht nicht. Ich wiederum rechnete mit dem Schlimmsten. Wenn er handgreiflich werden sollte, muss ich etwas unternehmen, dachte ich, obwohl es mir nicht so ganz danach zumute war . Trotzdem bin ich überzeugt, ich hätte ihr geholfen. Das sage ich. Ich wurde heute aber nicht auf die Probe gestellt.
Ausgerechnet dieses Gesicht fällt auf. Kein Charaktergesicht. Man kann es in wenigen Zügen nachzeichnen. Es ist aber nicht zu ergründen.
Mir kam die Seite wie ein Schwimmbecken ohne Schwimmer vor. Alles lässt sich aber in einer Handumdrehung ändern. Man druckt auf eine Taste und - zack! - die Wände dieses virtuellen Palasts mutieren in eine neue Farbe. Wie im Märchen. Ob ich beim Schokoladenanstrich bleibe, weiß ich noch nicht. Es kann alles ganz anders werden, zumal die Bilder an der Wand noch immer fehlen und es sonst auch einiges zu tun gibt. Work in progress halt. Fortsetzung folgt.
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